Wenn dein Hund nicht alleine bleiben kann und zum Beispiel bellt, zerstört oder sein Geschäft in der Wohnung verrichtet, stellt sich häufig die Frage nach dem richtigen Trainingsaufbau. Ein Tool, welches ich immer empfehle, ist das Führen eines Trainingsplans. In diesem Blogartikel erzähle ich dir, warum das so wichtig ist und wie ein Trainingsplan dich dabei unterstützt, dass dein Hund endlich alleine bleiben kann.

Warum ist ein Trainingsplan so wichtig?

Ein Trainingsplan hat mehrere Vorteile.

  1. Er gibt dir Orientierung. Mit einem Trainingsplan kannst du nicht nur deine zukünftigen Trainings planen, sondern auch die zurückliegenden Trainings tracken. So gehst du das Alleinbleiben-Training systematisch an und trainierst nicht rein nach Gefühl.
  2. Du siehst eure Fort- und Rückschritte und kannst diese analysieren. Wenn du deinem Hund das Alleinbleiben mit Hilfe eines Trainingsplans beibringst, empfehle ich dir, dort auch Besonderheiten einzutragen. Dies könnten bestimmte Ereignisse der Woche oder des Tages sein (z.B. Stress bei dir auf der Arbeit oder Besuch einer Hundetagesstätte). Langfristig lässt sich dadurch häufig ein Muster erkennen, wann es besser und wann es schlechter läuft im Training. So kannst du z.B. feststellen, dass dein Hund nach dem Besuch der Hundetagesstätte eher entspannter (oder auch unruhiger) ist und das Training so besser (schlechter) funktioniert.
  3. Du läufst nicht Gefahr, zu große Fortschritte zu machen. Wenn du ohne Trainingsplan trainierst, ist das Training sehr gefühlsbasiert. Und wenn ihr gerade eine Zeit mit guten Fortschritten habt, kann es passieren, dass du deinen Hund zu schnell zu sehr forderst. Ein Trainingsplan schafft Abhilfe, denn hier kannst du dir ganz systematisch Trainingszeiten vornehmen und hast immer im Blick, welche Zeitsprünge für deinen Hund machbar und in Ordnung sind.
  4. Ein Trainingsplan sorgt für Motivation und Durchhaltevermögen. Im Training zum entspannten Alleinbleiben wird es auch immer Phasen geben, in denen es nicht so gut läuft oder in denen das Training stagniert. Auch hier können Gefühle täuschen und wir haben dann den Eindruck, gar keine Fortschritte zu machen. Ein Blick auf den Trainingsplan hilft, um zu erkennen, welche Fortschritte ihr bereits über den langen Zeitraum gemacht habt. Das motiviert, um dranzubleiben und auch Phasen der Rückschritte oder Stagnation zu überstehen.

Wie erstelle ich einen Trainingsplan?

Ein Trainingsplan könnte beispielsweise so aussehen:

  1. Trage das Datum ein, damit du einen Überblick hast, an welchen Tagen du trainiert hast. Bitte achte darauf, im Training auch komplette Pausentage einzulegen. Trainiere also nicht jeden Tag.
  2. Trage die Uhrzeiten ein, zu denen du trainiert hast. So kannst du erkennen, ob dein Hund zu gewissen Tageszeiten mehr Schwierigkeiten hat als zu anderen. Dies ist häufig der Fall. So können einige Hunde abends schon besser alleine bleiben als vormittags (oder andersherum).
  3. Trage dir ein, welche Zeiten du mit dem Training erreichen möchtest. Wichtig: achte immer auf die individuellen Stresssignale und komme auch zurück, wenn die Zeit noch nicht erreicht ist, du aber bemerkst, dass dein Hund in Stress gerät.
  4. Trage dir dann ein, welche Zeiten ihr erreicht habt.
  5. Notiere dir, wie der Tagesverlauf war und ob es Besonderheiten gab. Nutze dafür auch gerne ein gesondertes Trainingstagebuch.
  6. Notiere dir die Symptome deines Hundes und die Hilfsmittel, die du verwendet hast.

Option: Lasse dir den Trainingsverlauf grafisch darstellen. Das motiviert vor allem zu Zeiten, in denen es nicht so gut läuft, denn so erkennst du, dass ihr über den langen Zeitraum bereits Fortschritte gemacht habt.

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