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Hund alleine lassen

Du träumst von einem Hund, arbeitest aber 40 Stunden die Woche? Oder du hast bereits einen Vierbeiner und fragst dich, wie du deinem Job und deinem Hund gleichzeitig gerecht werden kannst?

Gerade wenn du einen Beruf hast und vollzeit arbeiten gehst, ist es wichtig, die Vereinbarkeit von Arbeit und Hundehaltung gut zu planen. Ein Großteil deiner Zeit wird durch den Beruf beansprucht, daher sollte das Glück deines Hundes als Familienmitglied und treuer Begleiter immer im Mittelpunkt stehen. Die artgerechte Haltung erfordert, dass du deine Hobbys und Freizeitgestaltung anpasst und Tipps zur Organisation nutzt. In vielen Fällen bleibt fast nichts anderes übrig, als externe Betreuungslösungen zu finden, etwa wenn du kurzfristig abwesend bist – ein Notfallplan ist hier unerlässlich. Die Wahl der Hunderasse sollte auf deine individuellen Lebensumstände abgestimmt sein.

Die Bedürfnisse des Hundes stehen immer an erster Stelle, besonders bei Welpen, die viel Betreuung und Hundeerziehung benötigen – das Training des Alleinbleibens erfordert Geduld, um Trennungsstress zu vermeiden. Die Mitnahme des Hundes ins Büro ist eine Möglichkeit, bedarf aber der vorherigen Abstimmung mit Arbeitgeber und Kollegen. Sieh deinen Hund als vollwertiges Familienmitglied und Begleiter, dessen Glück und Wohlbefinden Priorität haben – so gelingt die verantwortungsvolle Haltung auch bei einem vollen Terminkalender.

Die gute Nachricht gleich vorweg: Ja, ein Hund und Vollzeitjob – das funktioniert! Tausende Hundebesitzer in Deutschland leben es vor. Aber – und das ist wichtig – dein Hund sollte nicht 8-10 Stunden täglich alleine zu Hause sitzen. Das wäre weder artgerecht noch fair.

Die Lösung? Es gibt heute so viele Möglichkeiten, dein Haustier während deiner Arbeitszeit betreuen zu lassen oder ihn sogar mitzunehmen. In diesem Artikel zeige ich dir konkrete Lösungen, wie Hundehaltung trotz Berufstätigkeit wunderbar funktionieren kann.

Ein Border Collie liegt auf dem Weg und schaut in die Kamera

Wie ein Hund trotz Vollzeitjob möglich ist

Tausende berufstätige Menschen in Deutschland haben Hunde und leben ein erfülltes Leben mit ihrem Vierbeiner. Der entscheidende Punkt ist nicht, ob du als Hundehalter arbeitest, sondern wie du die Betreuung während deiner Arbeitszeit organisierst.

Die Wahl der richtigen Hunderasse leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass das Thema Hundehaltung trotz Berufstätigkeit für dich entspannt wird. Die Wahl der Hunderasse sollte dabei immer auf deine individuellen Lebensumstände, dein Aktivitätslevel und das Temperament des Hundes abgestimmt sein. Achte darauf, dass die Haltung zu deinem Alltag passt und die Bedürfnisse des Hundes an erster Stelle stehen. In diesem Fall ist es ratsam, sich vorab Tipps einzuholen und sich über die Eigenschaften verschiedener Hunderassen zu informieren, da ein Großteil der Herausforderungen durch die richtige Auswahl und Planung vermieden werden kann.

Aber hier kommt die gute Nachricht: Dein Vollzeit Arbeitstag mag 8 Stunden dauern, aber dein Hund muss nicht 8 Stunden alleine sein! Es gibt heute so viele Möglichkeiten:

  • Dein Hund kommt mit ins Büro

  • Du arbeitest im Homeoffice

  • Dein Hund geht in eine Hundetagesstätte

  • Ein Hundesitter kommt vorbei

  • Familie oder Freunde helfen aus

  • Dein Hund lernt, ein paar Stunden entspannt alleine zu bleiben

Die Kombination macht’s! Vielleicht arbeitest du 2 Tage im Homeoffice, 2 Tage kommt dein Hund in die Kita und 1 Tag geht er zum Hundesitter. Oder du teilst dir mit einem Freund die Betreuung. Die Möglichkeiten sind vielfältig – du musst nur wissen, worauf du achten solltest.

Achte darauf, dass dein Zuhause für den Hund ein sicherer Rückzugsort ist. Tägliche feste Zeiten für Spaziergänge und Fütterung sind wichtig, ebenso wie ausreichend Auslauf, Spielzeit und Kuscheleinheiten. Neben körperlicher Beschäftigung braucht dein Hund auch mentale Stimulation.

Ein Tipp: Passe deine Hobbys und Freizeitgestaltung so an, dass ein Großteil deiner freien Zeit deinem Hund zugutekommt – so profitieren beide Seiten von einer harmonischen Haltung.

Ein Welpe liegt unter dem Sofa

Lösung 1: Dein Hund kommt mit ins Büro – der Bürohund

Stell dir vor: Du gehst zur Arbeit und dein Hund liegt entspannt unter deinem Schreibtisch. Kein schlechtes Gewissen, keine Sorgen, einfach zusammen durch den Tag. Für Berufstätige ist die Mitnahme des Hundes ins Büro eine attraktive Möglichkeit, um Hund und Arbeit zu verbinden. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass diese Möglichkeit immer der vorherigen Abstimmung mit Arbeitgeber und Kollegen bedarf. Das ist für viele Hundebesitzer die Traumlösung und sie ist realistischer als du denkst!

Mehr zum Thema “Bürohund” erfährst du hier.

Ist ein Bürohund überhaupt erlaubt?

Rechtlich gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Bürohund – die Entscheidung liegt bei deinem Arbeitgeber. Einzige Ausnahme: Assistenzhunde haben ein gesetzliches Zutrittsrecht.

So überzeugst du deinen Chef:

  • Studien zeigen: Bürohunde reduzieren Stress und erhöhen die Mitarbeiterzufriedenheit

  • Erfolgreiche Vorbilder: Unternehmen wie Amazon und XING erlauben bereits Bürohunde

  • Teambuilding: Hunde fördern soziale Interaktionen zwischen Kollegen

Voraussetzungen für einen Bürohund

Nicht jeder Hund eignet sich fürs Büro. Dein Vierbeiner sollte ein paar Punkte erfüllen (wobei es natürlich individuell von deinem Arbeitsplatz abhängt):

Sozialverträglichkeit:

  • Kein aggressives Verhalten gegenüber Menschen oder anderen Hunden

  • Keine übertriebene Aufregung bei Besuch (wenn du viel Menschenkontakt im Büro hast)

Sauberkeit & Ruhe:

  • Stubenrein (klar!)

  • Kann sich im Büro gut entspannen

Organisatorisches:

  • Zustimmung ALLER Kollegen (wichtig wegen Allergien oder Angst vor Hunden!)

  • Eigener Liegeplatz im Büro mit Decke und Spielzeug

  • Wasserschüssel

Worauf solltest du im Büroalltag achten?

  • Gewöhne deinen Hund langsam ans Büro – erst mal nur 2-3 Stunden

  • Stelle Regeln für den Umgang mit deinem Hund auf (z.B. wann darf er gestreichelt werden, wann braucht er seine Ruhe)

  • Baue Pausen für Gassi-Runden ein

  • Achte auf Überforderung: Manche Hunde finden Büros stressig

Die größten Vorteile, wenn du deinen Hund mit ins Büro nehmen kannst:

  • Keine Betreuungskosten

  • Dein Hund muss nicht zu lange alleine bleiben

  • Mehr Bewegung für dich (Gassi-Pausen!)

  • Entspannteres Arbeiten ohne schlechtes Gewissen

Für viele Hundebesitzer und ihre Hunde ist es ein großes Glück, den Büroalltag gemeinsam verbringen zu können, da so eine ideale Lebenssituation für beide entsteht.

Ein schwarz-weißer Hund rennt durch einen Bach

Lösung 2: Homeoffice mit Hund – so gelingt der Alltag

Seit Corona ist Homeoffice für viele zum Standard geworden – und für Hundebesitzer eine echte Erleichterung! Besonders für Berufstätige bietet das Homeoffice die Möglichkeit, Beruf und Hundehaltung besser miteinander zu vereinbaren, da der Hund nicht stundenlang allein bleiben muss. Du bist zu Hause, dein Hund ist bei dir, alle happy. Klingt perfekt, oder?

Fast! Denn Homeoffice mit Hund hat auch seine Tücken. Viele Hunde haben sich während des Lockdowns daran gewöhnt, dass ihre Menschen 24/7 verfügbar sind. Wenn du dann doch mal ins Büro musst, entwickelt sich plötzlich Trennungsstress. Außerdem: Auch im Homeoffice willst du produktiv arbeiten können.

Die goldenen Regeln für Homeoffice mit Hund

Hier findest du Tipps, wie du den Alltag im Homeoffice mit Hund erfolgreich gestalten kannst.

1. Strukturiere deinen Tag klar: Dein Hund muss lernen: Homeoffice bedeutet nicht Spielzeit! Sondern Ruhe und Entspannung. Schaue daher, dass dein Hund ausreichend ausgelastet wird, damit er sich währen des Homeoffice-Tages gut entspannen kann.

2. Übe auch im Homeoffice das Alleinsein!

Das ist der wichtigste Punkt! Auch wenn du zu Hause bist, sollte dein Hund regelmäßig das Alleinsein trainieren. Sonst hast du ein Problem, wenn du doch mal für ein paar Stunden ins Büro musst.

Die größten Vorteile von Homeoffice

  • Keine Betreuungskosten

  • Dein Hund ist nicht alleine

Du kannst auf Bedürfnisse eingehen (kranker Hund, schlechtes Wetter)

Ein Hund liegt unter einer Decke, nur seine Nase schaut hervor

Lösung 3: Hundetagesstätte – professionelle Betreuung für deinen Vierbeiner

Eine Hundetagesstätte (oft “HuTa” genannt) ist wie eine Kita für Hunde. Für Berufstätige ist dies eine Möglichkeit, ihren Hund in professionelle Betreuung zu geben. Dein Vierbeiner verbringt den Tag mit Artgenossen, bekommt (manchmal) Spaziergänge und Spielzeit – alles unter professioneller Aufsicht. Hundetagesstätten bieten dabei eine Betreuung in Gruppen mit Fütterung und Beschäftigung.

Für wen ist eine HuTa ideal?

  • Hunde, die gerne Zeit mit anderen Hunden verbringen und sozial gut verträglich sind

  • Aktive Hunde, die Beschäftigung und Aktivitäten brauchen

  • Hundebesitzer, die regelmäßige Betreuung (z.B. 3-5x pro Woche) brauchen

  • Menschen, die beruhigt sein wollen, dass ihr Hund professionell betreut wird

Worauf solltest du bei der Auswahl achten?

Nicht jede Hundetagesstätte ist gleich gut. Hier sind die wichtigsten Kriterien:

1. Gruppengröße

  • Zu große Gruppen = Stress und Überforderung

  • Frage nach: „Wie viele Hunde betreut ein Mitarbeiter gleichzeitig?“

  • Bei größeren Gruppen sollten genügend Betreuer da sein

2. Räumlichkeiten und Auslauf

  • Ausreichend Platz zum Toben UND separate Ruheräume

  • Sicheres Außengelände (eingezäunt!)

  • Saubere, gut gelüftete Räume

  • Verschiedene Bereiche für unterschiedliche Temperamente (ruhige Hunde vs. wilde Spieler)

3. Qualifikation des Personals

  • Sind die Betreuer ausgebildete Hundetrainer oder Tierpfleger?

  • Wie wird mit Konflikten zwischen Hunden umgegangen?

  • Gibt es einen Notfallplan bei Verletzungen?

4. Eingewöhnungskonzept

  • Seriöse HuTas verlangen einen Probetag oder schrittweise Eingewöhnung

  • Dein Hund sollte nicht einfach in die Gruppe geworfen werden

  • In den ersten Tagen: kürzere Aufenthalte, dann steigern

5. Tagesablauf

  • Wie sieht ein typischer Tag aus?

  • Gibt es feste Ruhezeiten? (Wichtig! Hunde brauchen 12-14h Schlaf)

  • Wie oft wird Gassi gegangen?

  • Gibt es Beschäftigungsangebote (Nasenarbeit, Tricks)?

Wann ist eine HuTa NICHT die richtige Lösung?

  • Dein Hund ist unverträglich gegenüber anderen Hunden

  • Dein Hund findet Gruppen und andere Artgenossen stressig

  • Dein Hund ist alt oder krank und braucht besondere Pflege

  • Dein Hund braucht absolute Ruhe (z.B. nach Operation)

In diesen Fällen ist ein privater Hundesitter die bessere Wahl.

Die größten Vorteile einer HuTa

  • Professionelle Betreuung durch geschultes Personal

  • Dein Hund ist ausgelastet – körperlich UND geistig

  • Sozialkontakte zu anderen Hunden

  • Du kannst beruhigt arbeiten ohne schlechtes Gewissen

Eine Frau und ihr Hund laufen nebeneinander über einen Weg

Lösung 4: Hundesitter und Dogwalker – individuelle Betreuung zu Hause

Dein Hund fühlt sich in Gruppen unwohl? Er ist lieber in seiner gewohnten Umgebung? Viele Hunde fühlen sich zuhause am wohlsten, da die Betreuung in der vertrauten Umgebung besonders stressfrei ist. Dann ist ein privater Hundesitter oder ein Gassi-Service (Dogwalker) vielleicht die perfekte Lösung für euch.

Der Unterschied:

  • Hundesitter: Betreut deinen Hund bei dir zu Hause oder bei sich – oft für mehrere Stunden oder den ganzen Tag

  • Dogwalker/Gassi-Service: Holt deinen Hund ab, geht mit ihm spazieren und bringt ihn zurück

Worauf solltest du bei der Auswahl achten?

Hier findest du hilfreiche Tipps, wie du den passenden Hundesitter für deinen Hund trotz Arbeit auswählst.

1. Das Kennenlernen ist Pflicht!

Triff den Hundesitter IMMER persönlich, bevor du ihm deinen Hund anvertraust. Achte dabei auf:

  • Geht er souverän mit deinem Hund um?

  • Hat er Erfahrung mit Hunden?

  • Fühlt sich dein Hund bei ihm wohl?

2. Probedurchlauf machen

Vereinbare einen Probedurchlauf:

  • Beim Gassi-Service: Geh die erste Runde ggf. mit

  • Bei Betreuung zu Hause: Gewöhne deinen Hund erstmal in deiner Anwesenheit an den Sitter/Dogwalker

  • So siehst du, wie er mit deinem Hund umgeht und ob die Chemie stimmt

3. Klare Absprachen treffen

Besprecht genau:

  • Wie lange bleibt der Sitter? / Wie lange ist der Dogwalker mit deinem Hund unterwegs?

  • Was darf dein Hund (Leckerlis, aufs Sofa, mit anderen Hunden spielen)?

  • Notfallkontakt und Tierarzt-Infos

  • Was passiert bei Krankheit oder Urlaub des Sitters?

4. Referenzen und Bewertungen prüfen

  • Hat der Sitter bereits Erfahrung? Frag nach Referenzen!

  • Auf Plattformen: Lies die Bewertungen anderer Hundebesitzer

  • Vorsicht bei “zu schön um wahr zu sein”-Angeboten – Qualität hat ihren Preis

5. Versicherung und Haftung klären

  • Hat der Hundesitter/Dogwalker eine Haftpflichtversicherung?

  • Was passiert, wenn dein Hund beim Sitter etwas kaputt macht?

  • Was, wenn dein Hund verletzt wird oder wegläuft?

Die Vorteile eines Hundesitters

  • Individuelle Betreuung: Dein Hund bekommt 1:1-Aufmerksamkeit

  • GGf. gewohnte Umgebung: Kein Stress durch Ortswechsel

  • Flexibilität: Du kannst Zeiten individuell vereinbaren

Für unverträgliche Hunde geeignet: Kein Kontakt zu anderen Hunden notwendig
Persönliche Bindung: Dein Hund baut Vertrauen zu einer festen Person auf

Die Vorteile eines Gassi-Service

  • Oft Günstiger als ganztägige Betreuung

  • Dein Hund wird in der Mittagspause versorgt (ideal bei einem längeren Arbeitstag!)

  • Bewegung ist gesichert

  • Oft Gruppengassi möglich: Dein Hund hat Sozialkontakte, aber nicht den ganzen Tag

Ein Vizsla liegt auf einem Sofa und schläft

Lösung 5: Familie, Freunde & Dogsharing – dein persönliches Netzwerk nutzen

Manchmal liegt die beste Lösung direkt vor deiner Nase: dein persönliches Umfeld! Da der Hund als Familienmitglied gilt und fest in das Familienleben eingebunden ist, ist die Unterstützung durch Familie und Freunde besonders wertvoll. Viele Menschen unterschätzen, wie gerne Familie, Freunde oder Nachbarn ihnen mit dem Hund helfen würden.

Dein persönliches Betreuungsnetzwerk aufbauen

Wer könnte helfen?

🏠 Rentner-Nachbarn: Haben oft Zeit und freuen sich über Gesellschaft und Bewegung
👨‍👩‍👧 Eltern oder Schwiegereltern: Besonders, wenn sie selbst Hundeliebhaber sind
👥 Freunde im Homeoffice: Können den Hund tagsüber bei sich haben
💼 Kollegen mit ähnlichem Arbeitstag: Ihr könnt euch gegenseitig unterstützen
🏃 Sportbegeisterte Freunde: Freuen sich über einen Jogging-Partner auf vier Beinen

So sprichst du sie an:

Sei ehrlich und klar: „Ich überlege, mir einen Hund anzuschaffen / Ich brauche Unterstützung mit meinem Hund während meiner Arbeitszeit. Hättest du Lust und Zeit, 1-2x pro Woche bei der Betreuung zu helfen?“

Wichtig:

  • Mach es nicht zur Verpflichtung – es sollte freiwillig sein

  • Biete eine kleine Aufwandsentschädigung an (auch wenn sie ablehnen)

  • Zeige Wertschätzung: kleine Geschenke, Gegenleistungen, Dankbarkeit

  • Hab einen Plan B, falls jemand mal ausfällt

Dogsharing

Dogsharing bedeutet: Du teilst dir die Betreuung deines Hundes mit einer anderen Person, die selbst keinen eigenen Hund halten kann, aber Zeit und Liebe für einen Vierbeiner hat.

Die größten Plattformen:

Die Vorteile von Dogsharing

  • Oft kostenlos oder gegen geringe Aufwandsentschädigung

  • Dein Hund bekommt eine zusätzliche Bezugsperson und mehr Abwechslung

  • Win-Win-Situation: Dein Partner bekommt Zeit mit einem Hund, ohne Vollverantwortung

  • Flexibilität: Oft können Zeiten individuell abgesprochen werden

Worauf du achten solltest:

  1. Langsamer Vertrauensaufbau: Plane lieber etwas zu viel Kennlernzeit ein als zu wenig

  2. Gegenseitiger Hausbesuch: Schaue dir an, wo dein Hund betreut wird (und umgekehrt)

  3. Schriftliche Vereinbarung: Klingt spießig, verhindert aber Missverständnisse (Zeiten, Kosten, Tierarzt im Notfall, wer zahlt was?)

  4. Versicherung klären: Deine Hundehaftpflicht sollte auch „fremde Betreuer“ mit einschließen

  5. Regelmäßigkeit: Dogsharing funktioniert am besten, wenn es eine feste Routine gibt (z.B. immer dienstags und donnerstags)

Die Rolle der Familie

Wenn du mit Partner oder Familie zusammenlebst, kann die Betreuung oft einfacher organisiert werden:

  • Verschiedene Arbeitszeiten: Einer beginnt früh, der andere spät → Hund ist nie lange alleine

  • Schichtdienst: Einer hat frei, während der andere arbeitet

  • Teilzeit: Ein Partner reduziert die Stunden

  • Arbeitsteilung: Einer übernimmt morgens Gassi, der andere abends

Wichtig: Klärt VOR der Anschaffung, wer welche Verantwortung übernimmt! „Irgendwie wird das schon“ führt oft zu Konflikten.

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Ein Cocker liegt unter einer Decke

Was tun, wenn dein Hund gar nicht alleine bleiben kann?

Dein Hund zerstört Türen, bellt stundenlang oder wird unsauber, sobald du gehst? Dann leidet er möglicherweise unter Trennungsstress – und du bist nicht allein damit.

Mehr zum Thema „Trennungsstress beim Hund“ erfährst du hier.

Die wichtigste Botschaft: Mit dem richtige Training kann dein Hund lernen, entspannt alleine zu bleiben.

Trennungsstresss erkennen

Symptome von Trennungsangst:

  • Destruktives Verhalten: Türen zerkratzen, Möbel zerstören

  • Bellen, Jaulen oder Heulen

  • Unsauberkeit trotz Stubenreinheit

  • Selbstverletzendes Verhalten (Pfoten blutig lecken, Schwanz beißen)

  • Speicheln, Zittern, Hecheln auch in kühler Umgebung

Eine Hundekamera schafft Klarheit! So siehst du genau, was dein Hund macht, wenn du weg bist.

Der Behandlungsplan bei Trennungsstress

Schritt 1: Professionelle Hilfe holen

Bei echter Trennungsangst ist ein Hundetrainer oder Verhaltenstherapeut dringend empfohlen. Trennungsangst ist komplex und braucht oft individuelle Strategien.

Schritt 2: Angepasstes Training

Das Training bei Trennungsangst ist ähnlich wie oben beschrieben, aber:

  • Noch kleinere Schritte

  • Noch mehr Geduld (Monate statt Wochen)

  • Systematische Desensibilisierung unter Anleitung

Schritt 3: Betreuung während des Trainings organisieren

Du kannst deinen Hund nicht monatelang „einfach alleine lassen“ und hoffen, dass es besser wird. Im Gegenteil – jedes Mal, wenn er in Panik gerät, verfestigt sich die Angst.

Deine Optionen:

  • Hundesitter, Familie, Dogsharing für die Arbeitszeit

  • Homeoffice

  • Bürohund

  • Hundetagesstätte (wenn er sozialverträglich ist)

  • Übergangsweise: Reduzierte Arbeitszeit oder Urlaub

Ja, das bedeutet Aufwand und Kosten. Aber es ist der einzige Weg.

Fazit: Hund und Vollzeitjob – es geht, aber du musst es richtig machen!

Ja, du kannst einen Hund haben trotz 40-Stunden-Woche. ABER:

Natürlich ist es eine Herausforderung, Berufstätigkeit und Hund unter einen Hut zu bekommen. Dein Hund sollte nicht die komplette Arbeitszeit alleine zu Hause sitzen. Das ist weder artgerecht noch fair. Die Lösung liegt in kreativer Organisation und der Bereitschaft, in Betreuung zu investieren – finanziell oder mit einem starken Netzwerk.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Artikel:

  • Es gibt viele Betreuungslösungen: Bürohund, Homeoffice, HuTa, Hundesitter, Dogsharing, Familie

  • Kombiniere verschiedene Optionen: Kein Tag muss wie der andere sein

  • Alleinbleiben kann trainiert werden: Mit Geduld und der richtigen Methode auf 4-5 Stunden

  • Trennungsangst ist behandelbar

Ein Hund ist nicht nur ein Haustier, sondern ein treuer Begleiter im Alltag, der durch seine emotionale Bindung und seine Rolle als Gefährte das Leben bereichert.

Eine Frau und ihr Hunde stehen vor einer Bergkulisse

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Tierpsychologin Larissa und ihr mittlerweile sehr entspannter Hund Seven
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