Sollte ich meinem Hund Medikamente geben, wenn er nicht alleine bleiben kann?

In der heutigen Podcast-Folge habe ich Janina Rohde – Tierärztin, Verhaltensmedizinerin und Hundetrainerin – zu Gast. Darüber hinaus setzt sich Janina mit ihrem Tierschutzverein „Tierisch Menschlich e.V.“ für den Tierschutz ein. In dieser Folge sprechen wir über das wichtige Thema „medikamentöse Unterstützung bei Trennungsstress“. Du erfährst, wann es sinnvoll ist, deinen Hund zusätzlich zum Training medikamentös zu unterstützen, was dabei wichtig ist und wir räumen mit einigen Vorurteilen diesbezüglich auf. Viel Spaß beim Zuhören!

Hier erfährst du mehr über Janina und kannst sie kontaktieren:

Telefonnummer: 0176 722 741 91

E-Mail-Adresse: jr.tierverhaltenstherapie@gmail.com

Vet Zentrum Köln: https://www.vetzentrum-koeln.de/

Tierisch Menschlich e.V.: https://www.tierischmenschlich.org/

Janinas Instagram: https://www.instagram.com/janina.rohde_vet_med/

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Larissa: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge. Das wird eine sehr spannende Folge, denn es geht um das Thema medikamentöse Unterstützung der Hunde bei Trennungsstress. Dafür habe ich heute Janina Rohde an Bord. Janina ist Tierärztin, Verhaltensmedizinerin und Hundetrainerin und unterstützt unter anderem einige Hunde aus Sturmfrei. Und nicht nur das. Sie setzt sich mit dem Verein tierisch menschlich für den Tierschutz ein. Und ich freue mich riesig, dass du heute hier bist, Janina. Magst du noch ganz kurz ein paar Worte über dich selbst und deine Arbeit sagen, bevor wir starten?

Janina: Ja, total gerne. Ich freue mich auch, dass wir uns hier mal hören. Du hast ja auch schon ganz viel gesagt. Seit 2015 bin ich Tierärztin, ganz normal in den Kliniken. Bis jetzt habe ich immer nur in Kliniken gearbeitet und schon früh im Studium gesehen, dass ich mich gerne im Bereich Verhalten weiterbilden möchte. Natürlich, weil ich selber einen Problemhund hatte. Einen, der nicht allein geblieben ist und der andere, ein extremer Angsthund und da bin ich dann direkt schon Richtung Verhaltensmedizin gegangen. Ich habe dann die Zusatzbezeichnung begonnen, die vier Jahre dauert. Man nennt es Zusatzbezeichnung, Tierverhalten, Therapiehund und Katze. Man kann leider in Nordrhein-Westfalen nicht den Fachtierarzt machen, den gibt es nicht für Verhaltenstherapie. Vor ein paar Jahren habe ich dann mit einer Freundin zusammen einen Tierschutzverein gegründet, wo wir uns zwar auch viel um Wildtiere kümmern, aber eben auch traumatisierte Hunde aufnehmen, die schwere Verletzungen haben. Die machen wir dann wieder fit und vermitteln.

Larissa: Ja super interessant, danke dir. Heute wollen wir uns ja über das Thema medikamentöse Unterstützung beim Hund, besonders in Bezug auf Trennungsstress unterhalten. Und da höre ich ständig, dass es viele Mythen gibt, Unsicherheiten, viele Fragezeichen seitens der Hundehalter:innen und deshalb möchten wir uns heute darüber austauschen. Ich habe auf Instagram vorher einmal die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen und da kam unter anderem auch die Frage: Wann macht es überhaupt Sinn und was sind so die Parameter, ob ein Hund medikamentös unterstützt werden sollte?

Und da ist es bei mir im Training so, da kann ich ja einmal vorab greifen, bevor ich zu dir überleite – dass ich da wirklich immer super individuell schaue. Also es ist nicht so, dass ich sage, dein Hund hat Trennungsstress, ich schicke ihn sofort zu Janina und wir starten mit der medikamentösen Betreuung. Es gibt aber durchaus Hunde, wo ich ziemlich zu Beginn merke, das ist ein Fall. Das könnten Hunde sein, wo ich merke, der Hund hat nicht nur das Thema Alleinbleiben, sondern auch ein Problem, wenn diese eine Person fehlt und gerät dann in Stress und bellt teilweise wirklich stundenlang auch bei anderen Menschen durch. Ganz häufig sind es auch Hunde, die ganz viele andere Themen noch haben, wo man einfach merkt, dass das Stressfass des Hundes einfach immer so voll ist, dass wir im Training fast keine Möglichkeit haben, da mal eine Ruhe und Entspannung hereinzubringen.

Das ist letzten Endes eine Grundvoraussetzung, auf die das entspannte Alleinbleiben dann auch aufbaut. Und da schaue ich tatsächlich ganz individuell immer mit Hund und Halter:in: Wo steht ihr grade? Was für Fortschritte macht ihr? Dann mache ich auch den Vorschlag, meld dich doch mal bitte bei Janina, weil ich ein Indiz sehe, dass zusätzliche Unterstützung an der Stelle sinnvoll ist. Janina, wenn sich jetzt Hundehalter bei dir melden, sei es durch mein Anraten oder von extern. Was machst du als Erstes?

Janina: Also erst mal finde ich diese Frage wirklich spannend – Welcher Hund bräuchte Medikamente beim Alleinbleiben? Theoretisch könnte ich jetzt ein Referat über drei Stunden halten, wie ich entscheide, ob ein Tier Medikamente bekommt. Das ist sehr schwierig. Ich hole mal etwas weiter aus: Das Thema Alleinbleiben finde ich deswegen so spannend oder auch so wichtig, dass es Programme gibt wie deins, weil es einer der wenigen Verhaltensprobleme ist, das immer ein Problem ist.

Also als Beispiel jetzt, wenn ich mit traumatisierten Hunden arbeite, die extreme Angst vorm Autofahren haben, vor anderen Menschen, vor anderen Hunden, vor was auch immer, die haben immer ihren Safe-Room. Die sind immer zu Hause und dann ist alles gut. Dann können wir sagen, geht mal nicht so viel raus. Umgeht den Reiz, wir müssen die erstmal aus der Stresssituation herausholen, mal was ganz anderes machen. Geht auf gar keinen Fall dahin, wo Menschen sind, wenn Menschen Probleme sind. Ist nicht schlimm, wenn sie mal nur im Garten sind. Aber wenn der Hund Angst davor hat, dass du gehst, dann hat er immer Angst, Tag und Nacht.

Der hat eigentlich immer unterschwellig Stress. Wenn der Besitzer wirklich den Schlafanzug anhat, das Licht ausgemacht ist und im Bett liegt, dann ist es meistens okay.  Ich hatte ja selber einen Hund, der alles gezeigt hat von Urin-Absatz, Kotabsatz, Speichel, Schreien, Zerstörung, aber er hat sich nicht selbst verletzt. Das war das Einzige, was er nicht gemacht hat. Ich hatte wirklich einen ganz extremen Fall und dieser Hund hatte Tag und Nacht Angst davor, ich könnte eventuell die Haustür ansteuern und da gibt’s natürlich Nuancen und Abmilderungen. Das ist klar, dass nicht jeder Hund die totale Panik in der in den Augen hat, wenn man Schlüssel nimmt. Aber die Alleinbleiben-Angst ist eine Angst, wo ich tatsächlich bei fast keinem Hund sage, es ist falsch, ihn zu unterstützen, ob man da jetzt mit eher natürlichen Sachen rangeht oder mit Adaptil, mit Pheromonen.

Da wirklich zu sagen, wie kannst du nur darüber nachdenken, den medikamentös zu unterstützen, ist nie falsch, weil das einfach wirklich, immer Stress ist. Ich finde das richtig schlimm, wenn Leute das nicht mitbekommen, dass ihr Hund dieses Hyperattachment schon zeigt und ständig guckt, wo derjenige ist und immer die Ohren gespitzt hat. „Ah er geht zur Toilette. Tür ist zu, alles klar. Okay, Moment, er kommt wieder.“ – ist für mich schon immer so ein Verhalten, wo meine inneren Alarmglocken angehen und dann denke ich schon immer so, der arme Hund. Wenn ich den Schlüssel nehme, hebt der Hund nicht mal den Kopf. Das interessiert den nicht. Dadrauf habe ich so hingearbeitet, weil ich ebendiesen Hund hatte.

Wenn sich jemand bei mir meldet, dann ist das Gespräch wirklich etwas länger und deswegen ist diese Erstberatung auch so wichtig. Man bespricht wirklich als Erstes,

  • Wo kommt der Hund her?
  • Ist er schon länger im Besitz?
  • Wie lang geht das Problem schon?

Ist der Besitzer jetzt erst seit drei Wochen in Besitz von dem Hund, dann ist natürlich die Prognose auch ohne Medikamente besser. Wenn der Hund aber schon bei fünf Haltern war und dort immer traumatisiert und abgegeben wurde wegen Alleinbleiben und mit jeder Abgabe wurde es schlimmer, dann ist die „direkte“ Reaktion des Besitzers die Rettung, weil der Hund zeigt’s ja schon ewig. Da gibt’s so Fälle mit wirklich schlimmen Traumas. Also der Hund ist wirklich gut allein geblieben, aber keine Ahnung, es hat einen Brand gegeben. Der Besitzer war nicht da. Das ist was, wo ich auf jeden Fall ganz schnell mit einem Medikament reinhauen würde, weil einfach da ein massives Trauma vorliegt und das sonst sehr langwierig ist.

Was auch ganz wichtig ist – Hat der Hund überhaupt, ich sage das jetzt mal nicht ganz fachlich korrekt, Synapsen um Probleme zu lösen? Also ist es ein Hund, der zum Beispiel wie bei mir viele Hunde vom Tierschutz eben aus einer Haltung kommt oder aus einer Umgebung, wo er nie gelernt hat, mit einer Veränderung umzugehen. Diese Synapsen gibt es im Gehirn nicht. Die sind nie geknüpft worden. Dieser Hund hat es ohne Medikamente unglaublich schwer, weil er nicht von klein auf wie jedes andere Lebewesen gelernt hat, sich auf neue Probleme einzustellen. Und dann ist es dem Hund gegenüber nicht nur beim Alleinbleiben, auch bei anderen Problemen, wie Ängste vor Menschen, Hunden oder was auch immer.

Das ist unglaublich unfair, weil die dann funktionieren müssen. Sie werden in eine Situation geworfen, wo sie nicht klarkommen und sie können das wirklich vom Gehirn her nicht. Zwar können sie es in gewisser Weise lernen, aber man muss da auch nicht den Besitzern was erzählen, was nicht der Fall ist. Wenn in gewissen Phasen irgendwas gar nicht gemacht wurde, dann bleibt das ein Leben lang ein Tier mit einem besonderen Förderungsbedarf. Ich sage jetzt nicht, der Hund ist dazu nicht fähig und er kann auch dann noch viel lernen, aber gerade Lernen unter Stress und Angst ist nicht möglich.

Larissa: Ganz genau. Das ist das, was ich auch eben sagen wollte mit du bekommst gar keine Entspannung rein. Und das sind häufig auch Hunde, wo du vielleicht am Anfang sogar noch in Anführungszeichen Glück hast und ein wenig Fortschritte machen kannst, aber du kommst dann ganz schnell immer an einen Punkt, wo du merkst, dass es nicht weitergeht. Es geht nicht weiter, egal, was wir tun. Und spätestens da ist es dann halt einfach angebracht zusätzlich zu unterstützen für Hund und Halter, weil man ja auch ganz ehrlich sagen muss, dass es für einen Halter auch einfach eine super doofe Situation ist, weil man nichts machen kann. Das weißt du genauso gut wie ich.

Janina: Ich habe meinen armen Hund in eine Sporttasche gestopft und habe ihn in die Vorlesung mitgeschleppt, weil ich hätte mein Studium abbrechen müssen.
Ja. mit in den Supermarkt. Ich habe mir Lösungen eingefallen lassen, wie man nicht sieht, dass er dabei ist in und das war Gott sei Dank ein 10 Kilo Hund. Ich habe den Sommer gehasst, weil im Auto blieb er ja natürlich alleine, wie so viele. Ich musste immer gucken, wo sind Tiefgaragen. Also wirklich, das Alleinbleiben kann man auch erst dann nachvollziehen, wenn man wirklich einen Hund hatte. Ja, jeder andere, der nicht weiß, wie es ist, wirklich, ich habe Magenschmerzen gehabt, wenn ich wusste, ich muss gleich aus der Tür. Okay, ist er wirklich entspannt genug? Hast du genug Zeit abgewartet? Ah, er frisst seinen Kong. Okay, kannst du jetzt aufstehen? Nee, wartest noch drei Minuten. Oh Mist, jetzt ist ein Geräusch im Hausflur. Oh Gott, jetzt ist er aufmerksam. Jetzt kommst du hier nicht raus. Ich habe die Dusche laufen lassen. Ich habe die Dusche laufen lassen, weil der Hund dann entspannt war, habe mich rausgeschlichen, konnte die Tür anlegen und dann lief die Dusche, während ich schnell zum Supermarkt gerannt bin mit Herzklopfen, um was einzukaufen.

Larissa: Ja, das ist so krass. Ich kann’s so nachvollziehen. Ich hab’s auch heute noch. Bei Seven ist es mittlerweile so und das ist ja auch nicht gesagt bei Trennungsstresshunden, dass sie auch woanders also in an neuen Orten schnell alleine bleiben kann. Das haben wir gut mit ihr hinbekommen. Sie braucht ihre Zeit, um anzukommen und dann können wir das ganz gut relativ schnell aufbauen und gleichzeitig sitze ich immer da und denke, wie krass, dass sie alleine bleiben kann. Also dieses Gefühl, wenn du dann, auch wenn’s nur zu Hause ist, wenn du’s hinbekommen hast. Diese Dankbarkeit dafür, dass der Hund es kann geht nie weg bei mir jedenfalls, weil ich auch genau weiß, wie scheiße das einfach war.

Janina: Mein Hund, der das hatte, lebt schon nicht mehr, aber ich habe das mit meinen anderen Hunden genauso. Ich mache keine große Zeremonie zum Gehen, zum Kommen. Ich bin immer super froh, wenn ich wiederkomme und die Hunde stehen nicht auf. Meine Freundin sagt dann immer so, die freuen sich aber, dass du kommst. Ich so ja genau, es ist ihnen egal und das ist gut so.

Larissa: Wenn jetzt jemand bei dir startet, Thema Gesundheit, lass uns da nochmal drauf eingehen, Gesundheit und Ernährung. Was sind so die Themen, die du auf jeden Fall abfrühstückst, wo du immer draufschaust? Du hast mir mal gesagt, es gibt ein paar Krankheiten, die auch so ein bisschen mit Trennungsstress in Verbindung stehen können. Gibt’s da typische Krankheiten, die du einmal überprüfst, ob der Hund die hat, Stichwort auch Cortisolwerte zum Beispiel, was machst du da?

Janina: Da können wir jetzt auch wieder ein kleines Referat halten. Vielleicht machen wir da Einzelthemen draus. Nein, wenn wir das mal kurz zusammenfassen ist es ganz wichtig. Viele Hunde, die ein Problem haben im Leben, ein grundsätzliches Problem und oft ist es ja nicht nur alleinbleiben, sondern da sind noch mehr Sachen oder nur das Alleinbleiben. Die haben dann auch körperliche Probleme. Und das weiß irgendwann kein Mensch mehr, was zuerst da war. Ganz häufig ist das der Magen-Darm-Trakt. Also das ist ja wirklich ganz, ganz häufig der Vorbericht, dass jemand sagt, ja von Anfang an schon immer Durchfall oder Giardien oder so was und dann wurde es nie besser und dann hat man rumprobiert und also es ist wirklich so. Das ist wirklich sehr, sehr klassisch und psychosomatisch würde ich beim Hund auch den Magen-Darm-Trakt mit ganz vorne mit dazu nehmen, zusammen mit Haut, also so knibbeln, flanken, beißen, an den an den Füßen lecken, an den Nägel kauen.

Gut, Zwangsverhalten lassen wir da jetzt mal raus, das ist dann natürlich wenn’s ganz schlimm ist aber so Stressdurchfall oder auch allein schon nur so schmatzen, schlucken, also so Sodbrennen und so. Also das ist schon was, wo ich direkt am Anfang drüber spreche, da wissen wir natürlich nicht mehr, was Huhn und Ei ist, aber da müssen wir drüber sprechen, dass wir alles optimieren. Also in der Vereinsmedizin geht’s wirklich darum, dem Hund muss alles so angenehm wie möglich gemacht werden.

Also können wir uns ja selber vorstellen. Keine Ahnung, du hast zum Beispiel Migräne. Jetzt ziehe ich dir einen nassen Pulli an, setze dich ins kalte und du hast Hunger. Deine Migräne wird sich ins Unermessliche steigern. Wenn ich dir aber zum Beispiel alles andere wohlig mache, dir geht’s gut, du hast Entspannung, darfst die Augen zu machen, du hast vielleicht einen dunklen, ruhigen Raum, einen angenehmen Geruch, also dann wird der Kopfschmerz auch besser werden. Also wichtig ist: Von allen Seiten angreifen. Hat der Hund Rückenschmerzen? Hat der ein orthopädisches Problem? Dann muss das angegangen werden, weil der immer so ein bisschen zwicken hat im Rücken. Gerade die Leinenpöbler, das ist ganz wichtig, dass man da guckt, okay, hat der ein gutes Geschirr sitzt das Geschirr gut und so weiter.

Grundsätzlich sollte jeder Hund, der überhaupt ein Problem hat, medizinisch einmal gut abgeklärt werden. Das heißt, man macht vor allen Dingen ein Geriatrieprofil, das heißt, da ist so die Hämatologie mit drin, also die roten, weißen Blutkörperchen und die Plättchen, dass man einmal gucken kann, wie sieht’s da aus, ist da alles völlig normal. Da sind Entzündungsparameter mit drin, was irgendeine Entzündung im Körper, die wir vielleicht so gar nicht sehen, auch so gar nicht mitbekommen, weil die Globuline zum Beispiel sind superwichtig, sind die Leber und die Nierenwerte stabil, sind die gut? Also ist da irgendwas auffällig? Cortisol, die Nebenniere ist ein ganz, ganz wichtiges Organ, was eben bei Stress aktiv wird und Cortisol ausschüttet. Ja das ist der Grund warum viele bei Stress gerne essen. Kortisol, Cortison führt zur Zunahme und zu einem schlechten Stoffwechsel. Ja chronischer Stress wird durch Cortisol in der Nebenniere produziert. Macht Probleme bis zu einem Magenulkus. Man kann Hautprobleme kriegen oder immer wieder Infekte, weil das Immunsystem so beschäftigt ist durch den Stress.

Das weiß man aus extremem Massentierhaltungen, die Tiere sind alle so schlecht vom Immunsystem, aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen und dem chronischen Stress. Vor allen Dingen diese Giardien-Geschichte ist ja eine ganz wichtige Geschichte. Ja, die wird ja bei ganz vielen gesunden Hunden übrigens festgestellt, ohne dass die klinisch sind und die werden auch nicht behandelt, wenn sie nicht klinisch sind. Wenn sie klinisch sind mit blutigem Durchfall, mit schleimigem Kot, dann behandelt man die. aber es ist immer so eine umstrittene Sache. Sobald der Hund ein Problem hat mit dem Immunsystem, eskaliert einfach alles oder ein Igel, den man findet, der kurz vorm Sterben ist. Der hat auf einmal so viel Zecken und Flöhe und ein recht gesunder Igel lebt in derselben Umgebung. Der hat verhältnismäßig wenig Parasiten. Also Immunsystem ist eine ganz wichtige Geschichte neben Schilddrüse und Nebenniere. Kortisol, das basale Cortisol mal messen, ist immer interessant, wenn das grenzwertig tief ist, sollte man da weitere Abklärungen machen. Da guckt man einfach, kann die Nebennierenrinde adäquat auf Stress reagieren? Oder kann sie das nicht? Also Stichwort wäre da Addison. Wie gesagt, da kann man auch wieder lange drüber sprechen, aber das ist einfach so. Basales Cortisol sollte man sich anschauen und die Schilddrüsenwerte sollte man sich anschauen. Schilddrüse ist ein Riesenthema, da kann man wirklich eine eigene Sendung drüber machen und ich muss sagen, ich habe ganz wenig Treffer.

Also ich habe ganz wenig Treffer, dass wirklich ein Hund eine Schilddrüsenunterfunktion hat. Da muss man eigentlich auch unendlich viele Werte angucken, super individuell entscheiden, aber oft reicht es einfach mal zu schauen, hat der wirklich einen tiefen Wert? Es gibt Tiere – Ich hatte selber einen Hund, der hat einfach gar keine echte Schilddrüsenunterfunktion gehabt. Aber immer sehr tiefe Werte gehabt und da hat es tatsächlich vom Verhalten her schon ein bisschen was gebracht, wenn man den in den oberen Bereich gebracht hat. Auch wenn es nur eine, ja wie soll ich sagen, gar nicht klinische ist, also keine echte Unterfunktion. Bei Menschen gibt’s dazu Studien, dass die Schilddrüse ganz viel mit der Entwicklung von Depressionen zum Beispiel zu tun hat. Also das sind so Sachen, die sollten angeschaut werden. Das Organprofil, die Nierenwerte sollten sowieso angeschaut werden, wenn man über Medikamente nachdenkt. Ist der Hund gesund? Kann er das verstoffwechseln? Das ist sowieso der Fall. Aber insgesamt empfehle ich trotzdem jedem, wenn der Hund wirklich ein Problem hat, dass man einfach mal schaut, ist der Hund wirklich gesund?

Larissa: Auf jeden Fall. Ich finde, man kann sowieso immer kein Thema komplett isoliert betrachten, nun bin ich ja in einem Bereich tätig, wo ich sage, ich mache nur Trennungsstress, aber hinter den Kulissen schauen wir natürlich auch auf den kompletten Alltag, weil ich sage auch immer, der Hund ist nun mal ein Komplettsystem und du hast nicht nur in dem einen Bereich Stress und die anderen Bereiche, auf die wirkt sich nicht aus. Der ganze Körper und Geist, also Gesundheit spielt mit dem Verhalten zusammen und da muss man immer alles betrachten. Ja super interessant auf jeden Fall.

Janina: Sowieso ein Problem sowohl bei Trainern wie bei Tierärzten, dass viele noch nicht den Blick haben für das Gesamte. Da kannst du noch so viele Proben nehmen. Der Magen-Darm-Tag wird nicht besser werden. Mit keiner Ausschussdiät dieser Welt. es ist ein Soma also, der Körper und der Geist sind eins und wenn’s dem Geist schlecht geht, dann wird’s dem Körper an irgendeiner Stelle nicht gut gehen. Da hat jeder seinen Schwachpunkt. Ich wundere mich immer wieder, wie vielen Tieren, wie schlecht es denen geht und wie gut die körperlich noch drauf sind, aber dann kommt’s wieder auch auf die Rasse an, gerade die weißen Hunde, die kleinen, die sind halt sowieso empfindlich mit dem Magen-Darm-Trakt.

Wenn die da noch viel Stress haben, geht das ins Unermessliche hoch. Aber man muss es wirklich immer alles zusammen angucken und das ist gar nicht so einfach zu finden. Also sowohl bei Trainern wie bei Tierärzten, dass jemand wirklich sagt, okay, wir gucken uns wirklich alles einmal an. Man hat ja auch nicht die Zeit, also in der normalen Tierarztpraxis. Man hat eine Viertelstunde für einen Fall. Da kommt ein Hund mit Durchfall rein. Es ist gar nicht möglich für diesen Tierarzt mal dahinter zu gucken. Klar, man behandelt dann und man macht dies und man macht das und man macht jenes, aber dann irgendwann die Kurve zu kriegen und zu sagen so okay, vielleicht guckt man mal wirklich das ganze Tier an, an anderer Stelle. Das kommt, glaube ich, aber immer mehr.

Larissa: Ja, das ist auch gut so. Also das er es erinnert mich ein bisschen an den Menschen tatsächlich, kann man auch so sagen. Da ist es auch häufig so. Du gehst dann zum Allgemeinarzt und dort wirst du leider häufig abgefrühstückt und hast vielleicht ein ganz anderes Problem und das, womit du da warst, ist tatsächlich dann nur eine Folge des ursprünglichen Problems und das ist so schade, weil dann einfach so viel unerkannt bleibt und genauso eben auch beim Hund. Sei es ein Verhalten oder bei gesundheitlichen Themen, auf jeden Fall.

Janina: Ja und auf der anderen Seite ist es ganz wichtig auch zu sehen, dass beides angeschaut wird. Es gibt aber auch einfach Tiere – also nehmen wir jetzt zum Beispiel Bearded Collie und Geräuschangst – da ist weder die Aufzucht noch der Besitzer Schuld. Es ist nicht das andere Ende der Leine. Es ist nicht, dass der Hund zu wenig erlebt hat. Es ist kein Tierschutzhund. Das ist genetisch mit drin. Ich habe ein schönes, nein eigentlich ein trauriges Beispiel in meinem Bekanntenkreis, wo eine Person ist, die wirklich ein richtig cooles Leben hat. Also es läuft eigentlich alles und trotzdem fällt die immer wieder in tiefe Depressionen. Schon wie ihre Mutter. Ja. Das ist genetisch einfach. Das ist eine Erkrankung. Das ist nicht durch Traumata gekommen oder durch eine schlimme Kindheit oder durch Stress, sondern sie ist krank. Sie sagt selber, ich verstehe es nicht. Mir geht’s einfach so gut. Es ist alles wirklich toll gerade und ich komme nicht klar. Bis hin zum ich muss mich selber einweisen. Du musst beides anschauen, aber du darfst auch nicht aus dem Blick verlieren, dass es wirklich auch Depressionen oder Ängste gibt, die genetisch fixiert sind und wo das andere Ende der Leine überhaupt nichts dafür kann,

Larissa: Überhaupt nicht. Definitiv. Auch tatsächlich ja beim Thema Trennungsstress ist die Genetik ja sowieso ein Faktor, was auch untersucht wird und das ist auch immer das, wo ich sage, hey als Mensch, du bist in der Verantwortung, es deinem Hund leichter zu machen und mit deinem Hund gut zu trainieren, aber zieh dir nicht den kompletten Schuh an, weil letzten Endes kannst du nie hundertprozentig festmachen, warum es jetzt deinen Hund getroffen hat und vielleicht ist alles andere anscheinend cool bei euch und alles sonst super, nur das Alleinbleiben klappt nicht. Es hat so viele Ursachen oder kann so viele Ursachen haben und wir sind ja jetzt auf viele schon eingegangen, worauf man eben dann auch schauen sollte, Gesundheit, andere Verhaltensweisen, aber eben auch Genetik ist superwichtig. Und auch das darf man nicht vergessen, weil das Thema führt auch häufig dazu, dass die Menschen sich super Vorwürfe machen, die dann aber zum Teil eben doch unbegründet sind, weil sie nichts dafür können in dem Moment, wenn die Genetik da mit reinspielt.

Janina: Ja und man darf auch nicht vergessen, wenn der Hund wirklich mal ein richtiges Problem hatte. Also ich meine, ich spreche da wirklich aus Erfahrung. Mein damaliger Hund hatte ein Trauma. Er wurde in der Wohnung zurückgelassen und ist dort wirklich über mehrere Tage, zwei Wochen allein geblieben. Er hat ein Trauma erlebt und hat auch wirklich keine schöne Zeit gehabt, sage ich mal bei diesem Besitzer und dann übernimmt man den einfach mit all diesen Problemen und natürlich kümmert und tüdelt man. Der Hund war fertig mit der Welt. Der war halb verhungert und total fertig. Natürlich habe ich den betüddelt von vorne bis hinten. Das ist nicht der richtige Weg, wenn ich das Alleinbleiben trainiere, aber wenn man dort reingerät, weil der Hund zum Beispiel schwer krank übernommen wird oder schon als Welpe irgendwie einen schlimmen Unfall hatte oder man dann gar nicht zum alleinbleiben kommt oder jetzt nehmen wir mal ein ganz klassisches Beispiel, ich habe Kunden, die haben Hunde mit Epilepsie.

Die lassen ihren Hund kaum alleine, weil sie Angst haben, dass sie einen Anfall hat und dass sie dann nicht da sind, um zu helfen. Wie will man denn da ein gechilltes Alleinbleiben hinkriegen? Weil man ist nie gechillt, wenn der Hund allein ist. Es ist immer eigentlich eine Situation ist eine enge Kollegin von mir und Freundin. Manchmal geht’s auch gar nicht zu trainieren, oder gar nicht so einfach und jetzt kam ja auch noch ja Corona. Die ganzen Corona-Hunde haben ja ganz wenig bekommen, keine Hilfe im Training, weil die Hundeschulen da zu waren, keine Welpengruppen. Ja und die Besitzer sind im Homeoffice. Ich mein klar kannst du dir sagen ah du musst halt mehrmals täglich rausgehen. Ja toll, da ist noch die Mutter, die Schwester, der Mann, keine Ahnung wer da, alle müssen dann vor die Tür zur gleichen Zeit. Das ist ja auch total aufwendig zu trainieren.

Larissa: Ja. Absolut. Wir haben uns dann auch vorgenommen, so diese Woche trainieren wir dreimal und dann war die Woche rum. Schade, nächste Woche. Wenn jetzt jemand mit der medikamentösen Unterstützung startet, ich weiß, du nimmst nur Personen auf, die entweder bei dir im Training sind oder bei mir im Training oder in einem anderen Training. Also auf jeden Fall eine Voraussetzung ist eben, dass die Person in einem Training ist, auch einfach um zu vermeiden, dass Medikamente falsch verwendet werden. Also man hat ja häufig so dieses okay, ich gebe jetzt Medikamente und mein Hund kann alleine bleiben und irgendwann setzt man die ab und man hat es aber nicht weiter trainiert und steht dann da und sagt, okay schade, kann er doch nicht. Lass uns mal darauf eingehen bitte auf ein Beispielmedikament, zum Beispiel auf die Wirkweise und was das Ziel ist und was auch nicht das Ziel ist.

Janina: Ja das Problem ist bei Medikamentengabe allgemein, dass sich entweder die Leute zu viel davon versprechen, was dann enttäuscht wird oder die unterschätzen, was es dann doch macht und das Training vergessen. Ja. Also beide Seiten gibt es und beide, beide Geschichten passieren. Es gibt schon verschiedene Medikamente, die man einsetzt. Fluoxetin zum Beispiel ist aber wirklich ein klassischer Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, der sehr selektiv wirkt. Das heißt, der nebenwirkungsarm ist. Daher wird er gerne eingesetzt. Das wirkt ganz anders als bei Menschen. Das muss ich auch noch mal deutlich sagen. Jeder, der es selber schon genommen hat, der hat da der fragt mich dann Sachen, wo ich sage, nee, das passiert einfach beim Hund nicht. Also da gibt’s unendlich viele Beispiele in der Pharmakologie, wo wir beim Hund Sachen machen, die man bei Mensch macht und die einfach komplett ins Gegenteil wirken. Also da ist der Hund kein Mensch und der Mensch kein Hund und die Katze ist auch kein Hund und auch kein Mensch.

Wenn wir Medikamente geben, ist es sehr individuell. Und beim Fluoxetin bemerkst du höchstens eine total subtile Veränderung. Also eigentlich merkt man erstmal gar nix. Man gibt das, man guckt mal, verträgt der Hund das gut. Ich hatte toi toi toi, klopfe auf Holz wirklich noch nie richtige Nebenwirkungen. Außer wirklich mal beim Einschleichen, Kleinigkeiten gibt’s, die hecheln oder die ruhen vermehrt. Also dass der Hund jetzt mal sechs Stunden am Stück schläft, ist vielleicht auch eine Wirkung und keine Nebenwirkung. Also meine Hunde pennen ja so mehr oder weniger den ganzen Tag bis zu 18 Stunden, das ist auch völlig normal. Genau. Medikamente können viel tun. Und können wirklich viel unterstützen, aber es ist super individuell, sowohl wann sie wirken, wie schnell sie wirken und wie sie wirken. Und es gibt Fälle, wo einfach vielleicht auch zu viele Baustellen da sind, wo man wirklich von hinten erstmal sagen muss, okay, erstmal Gesundheit, Stichwort Läufigkeit bei Hündinnen ist ganz oft Thema.

Also mit Depressionen danach, mit Scheinträchtigkeit und so weiter, wo man wirklich nicht mehr weiß, was macht denn jetzt das Medikament, was macht das Training, was ist der hormonelle Status? Andere Sachen, die zwischendurch passieren, Gesundheitsprobleme, die noch dabei sind, also das ist wirklich man kann nie sagen, okay, wir geben jetzt ein Medikament und nach zwei Wochen bleibt der Hund dann zehn Minuten alleine und nach vier Wochen ist das dann eine Stunde. Es kommt drauf an, wie gut du trainierst. Manche Besitzer haben auch einen Placebo-Effekt. Die Leute sind motivierter und sagen, ha, jetzt habe ich ein Medikament, jetzt geht’s vorwärts. Das Training ist das A und O, das absolut Wichtigste. Ohne Training geht nichts vorwärts.

Larissa: Genau. Da kann man, glaube ich, ganz gut zusammenfassen. Zum einen, Ziel ist nicht, dass der Hund eben wirklich apathisch in der Ecke liegt.

Janina: Sedierung ist ja das häufigste Vorurteil. Ich schieße jetzt nicht meinen Hund ab und der hängt nur noch an der Ecke rum. Also genau, eine tendenzielle Wesensveränderung sollte nicht stattfinden, weder im Spielverhalten noch im Kuschelverhalten, noch im in der Aufmerksamkeit, also im Gegenteil. Dann verspricht man sich dann auch zu viel. Also der Hund, der immer an der Leine pöbelt, der wird auch dann an der Leine pöbeln. Das wird vielleicht ein bisschen besser und der Hund wird sich nach der Pöbelattacke schneller wieder beruhigen und er wird vielleicht ein bisschen weniger, bis er anfängt zu pöbeln. Ja, also natürlich verbessert das alles, aber es ist wirklich sehr subtil. Ich glaube, das darf man sich nicht vorstellen, irgendwie man gibt es ein Medikament, dann habe ich morgen einen anderen Hund und ich mache auch aus einem ängstlichen Panikhund keinen lustigen Labrador, also das klappt leider nicht.

Larissa: Und das ist ja auch gar nicht das Ziel. Also ich habe wir haben eine Teilnehmerin von mir, die auch bei dir in medikamentöser Unterstützung mit ihrer Hündin ist und sie sagte zu mir, Mensch, sie hat das Gefühl, seitdem sie die Medikamente gibt, dass die Hündin ein bisschen offener ist, ein bisschen lockerer insgesamt und das finde ich ist eine Entwicklung, wo man sagen kann, okay, das ist ja sehr subtil. Aber es ist eben nicht so, dass du die Medikamente gibst und zack, der Hund kann vier Stunden alleine bleiben.

Janina: Das sind wirklich ganz kleine Schritte. Die Frage ist ja auch noch danach, wie lange gibt man Medikamente? Was ist das Ziel? Es gibt keinen festgeschriebenen Zeitraum. Es ist so, also Beispiel Fluoxetin, dass man vier bis sechs Wochen eben eine Einschleichphase hat, wo man eben sagt, da macht man das Feintuning. Es gibt eine Spanne von bis und da ist jeder Hund individuell, der eine ist mit der geringen Dosierung wirklich gut. Und der andere aber unter der hohen Dosierung, manche irgendwo dazwischen. Man muss sich ja da rantasten und das ist im Verhalten total schwierig, weil ja ganz viel passiert. Dann denkt man vielleicht, okay, die höhere Dosierung ist besser, aber dann ist ein Trauma passiert. Ist wieder schlechter geworden, aber gar nicht wegen der Dosierung, sondern weil was anderes passiert ist. Da sind ja so viele Sachen, die das irgendwie bedingen. Oder dann wurde der Ort gewechselt. Man hat zwar mit Fluoxetin angefangen, aber parallel ist man umgezogen.

Natürlich ist der Hund jetzt erstmal schlechter, trotz Fluoxetin und nicht das Fluoxetin hat’s schlechter gemacht. Vier bis 6 Wochen ist so der Zeitraum, wo man wirklich die Einstellung vornimmt, wo man sagt okay, jetzt schleichen wir uns rein in eine Einstellung und dann, in der Literatur wird immer von drei bis sechs Monaten geredet, die man dann, Medikamente gibt als Unterstützung, wo man dann eben die Zeit nutzt zum Trainieren, egal bei welchem Problem, wo man sagt okay, jetzt habe ich einen Hund, der sich schneller wieder ein bisschen runterfahren kann. Das Stichwort ist ja auch Selbstregulation, also was da nachher Angst macht. Also man hat nachher Angst vor der Angst und gar nicht mehr vor dem Reiz. Man hat gar nicht mehr Angst davor, den Mann zu sehen draußen, also jetzt als Hund, der Angst hat vor einem Menschen, sondern hat Angst davor rauszugehen, irgendwann hat man Angst vorm Geschirr, weil das Geschirr führt dazu, dass man rausgeht und man könnte dann den Mann sehen. Es wird nachher alles generalisiert und gerade mit Negativgefühlen generalisiert der Hund ja wunderbar.

Ich sage mal so, drei bis sechs Monate sollte man sich dafür auf jeden Fall nehmen, weil man in der Einstellung ist und dann braucht man noch eine Zeit zum rausschleichen. Man sagt ja noch nicht, ach so, okay, wir sind fertig rums, gehen wir raus und da habe ich im Laufe meiner Jahre auch inzwischen gesagt also wenn der Hund gut verträgt ist das doch wunderbar. Es gibt ganz viele Probleme, wo ein Tier ein Leben lang behandelt werden muss. Wenn Tiere sich selbst verletzen, Zwangshandlungen, wie Fliegen schnappen. Da wird’s auch nicht schlimm werden, wenn ein Hund das ein Jahr mal nimmt in seinem Leben. Also da sollte man sich auf gar keinen Fall den Stress machen. Ich nehme das jetzt drei Monate als Unterstützung und dann musste es aber fluppen und danach machen wir’s wieder weg. Ne, also ganz entspannt. Bis 12 Monate würde ich schon sagen, ist sinnvoll.

Larissa: Ja. Ich ich finde, da muss man auch immer so ein bisschen vergleichen, was für Auswirkungen hätte der Stress, den der Hund sonst auch zusätzlich noch hätte,? Weil das ist ja auch nicht gesund. Wir gehen gleich nochmal kurz auf Risiken ein, auf Nebenwirkungen, mögliche Organbelastungen, weil diese Frage wurde auch gestellt, aber vorab möchte ich einmal sagen, was man immer wirklich betrachten sollte, ist dieses ganze Thema Trennungsstress führt ja auch zu einem Stress für den Organismus und das ist nicht gesund. Und da kann man dann auch für sich mal abwägen, okay gehe ich jetzt das Risiko einer möglichen Medikamentengabe ein und erspare meinem Hund wirklich viel Leid und Stress, was ich ja auch wieder negativ auswirkt. Oder sage ich, nee, das Thema ist verschrien und das möchte ich nicht. Also ich finde, da kann man immer nicht sagen, das eine ist besser oder schlechter. Ich würde mich immer für die Medikamentengabe entscheiden, hätte ich nochmal die Wahl. Ich hatte sie damals nicht, weil ich dich ich nicht kannte und auch keinen anderen gefunden habe zu der zu dem Zeitpunkt.

Janina: Ich vergleiche das ja immer gern mit körperlichen Schmerzen, weil das ist ja immer angesagt, dass man da irgendwie mit Medikamenten hilft, ne, seelische Schmerzen werden nicht gezählt. Ich kann die Ursache nicht ausschalten. Natürlich wär’s schön, wenn ein Hund Angst vorm Alleinbleiben hat oder vor Menschen, vor fremden Menschen, dass ich die Ursache einfach ausschalte. Das wäre natürlich schön. Finde ich auch schöner als Chemie reinzukippen. Wenn ich die Ursache aber nicht abstellen kann, dann leidet das Tier, Punkt. Und wenn du einen Hund siehst, der auf drei Beinen läuft, weil er eine Lahmheit hat und derjenige sagt, ach ich bin gerade auf dem Weg zum Tierarzt, ich muss mir dringend Schmerzmittel holen. Da müssen wir mal röntgen und mal gucken, was der Physio macht, aber bis das dann trainiert ist und bis das dann geheilt ist, bis das wieder im Reinen ist kriegt er jetzt Schmerzmittel. Würde niemand sagen, wie kannst du denn die Chemie da reinkippen?

Wenn Hund Tag und Nacht permanent Angst hat vor irgendwas und bei jedem Spaziergang Angst hat, das Leiden gilt nicht. Also da ist die Chemie auf gar keinen Fall richtig und Leute werden verunsichert. Leute werden wirklich verunsichert, auch von fachlich eigentlich guten Stellen.  Aber da gibt es das eine und das andere, also das ohne Wissen was gegeben wird oder davon abgeraten wird und da wünsche ich mir einfach, dass die Leute sich da mehr informieren. Also dass die Leute wirklich sagen, okay, wenn ich wenn ich ein wirkliches Verhaltensproblem habe oder auch ein Trainer sagt, okay, das ist wirklich ein extremer Fall. Wir kommen gerade nicht schnell genug weiter. Da gibt’s ja genug Studien und genug Belege zu. Das Psychopharmaka nicht nur okay sind, sondern angebracht sind, je nachdem, wie schlimm das Problem ist. Auch, weil der Mensch sonst aussteigt und das sind ja die Wanderpokale.

Die Hunde, die nicht allein bleiben, werden irgendwann abgegeben und ich bin den Leuten auch nicht böse. Die können kein Leben mehr führen. Die müssen ihren Job aufgeben. Natürlich wird der Hund dann irgendwann abgegeben und dann wird das alleinbleiben noch schlimmer und und und. Da wäre mir zehnmal lieber, dass die alle für sechs Monate ein bisschen Chemie bekommen. Ich habe es glaube ich, schon fünf Mal gesagt. Wir haben’s beide schon gesagt. Kein Alkohol, keine Drogen, keine Zigaretten, kein Fastfood, kein Zucker. Also ich meine, so gesund wie sich die Hunde und Katzen hier in Deutschland ernähren. Ich meine, da können wir alle ja, da wären wir alle ja happy, wenn wir so gesund leben. Da finde ich so ein kleines Medikament mal für eine Zeit, was ja wirklich super gut verträglich ist nicht schlimm. Wirklich, ich noch nie irgendwelche schlimmen Nebenwirkungen. Noch nie. In den ganzen Jahren, wo ich das jetzt mache.

Larissa: Ja, das ist wieder das perfekte Beispiel dafür, dass man alles insgesamt betrachten muss und nicht nur so auf das Einzelne schauen kann und ich wünsche mir hier auch wirklich, dass es ja ähnlich beim Menschen, also die Menschheit wird ja offener dafür, dass psychische Erkrankungen gleichgesetzt möchte ich noch nicht sagen, aber einen ähnlichen Stellenwert bekommen wie organische Erkrankung. Trotzdem läuft man noch mit einem gewissen Stigma rum und so ist es beim Hund gefühlt auch. Also wie du schon sagtest, wenn jetzt ein Hund lahmt, der kriegt Schmerzmedikamente und wenn er aber tatsächlich ein Thema hat wie Trennungsstress, dann ist es erstmal so, nee, ich will meinem Hund nichts geben. Und da muss man halt wirklich einfach mal schauen. Was führt wirklich zum Ziel? Letzten Endes ist es häufig die Kombination aus beidem, Training und eben einer medikamentösen Unterstützung. Lasse uns aber trotzdem noch mal ganz kurz, weil diese Frage wurde so oft gestellt, auf das Thema Organbelastung eingehen.
Kannst du da ein paar Vorurteile aus der Welt räumen oder darauf nochmal ganz kurz eingehen?

Janina: Also wenn man die Packungsbeilage anschaut ist es natürlich wie bei allen Packungsbeilagen so, dass man natürlich dann gerne mal erschlagen wird von Nebenwirkungen, vor allen Dingen, weil die Packungsbeilage beim Fluoxetin für den Mensch gilt. Es gibt auch einen medizinisches Präparat, was auch am Hund ganz normal zugelassen ist, was im Moment leider nicht verfügbar ist, weil’s einfach sich nicht gelohnt hat für den Hersteller, aber es ist tatsächlich so. Man schaut sich vorher die Organwerte an und wenn man das längere Zeit gibt, macht man im Verlaufe der Behandlung. Regelmäßige Kontrollen von zum Beispiel den Leberwerten. Die Enzyme können ja hochgehen. Das ist tatsächlich immer, wenn man längere Zeit Medikamente gibt, die über die Leber verstoffwechselt werden, also jetzt zum Beispiel Epileptiker, der Luminal bekommt. Der hat immer erhöhte Leberwerte.

Jeder Mensch, der seinem Hund übrigens Cortison gibt, weil er eine Allergie hat oder weil er was auch immer. Kortison wird ja relativ viel gegeben. Der hat erhöhte Leberenzyme. Beim Cortison immer. Das verschwindet, nachdem man das Kortison abgesetzt hat meistens innerhalb von wenigen Wochen. Beim Fluoxetin kann es auch zu leichten Erhöhungen kommen. toi, toi, toi habe ich ganz selten, aber gibt es mal. Bei den meisten Tieren auch die es Jahre lang nehmen. Ich habe ja wirklich ein paar Patienten, die es dauerhaft nehmen, wo die Leute auch selber sagen, selbst wenn die Leberenzyme immens hoch wären, ich würde es trotzdem geben, weil ohne kann das Tier nicht leben, nicht schmerzfrei, nicht leidensfrei. Alles hat eine Wirkung und alles, was man gibt, hat auch Nebenwirkungen. Das wäre totaler Quatsch zu erzählen, dass es das nicht hat.

Aber es ist wirklich so, dass ich aus meiner Erfahrung heraus sage: ich habe keine massiven Nebenwirkungen. Ich musste das noch nie absetzen, weil der Hund es gar nicht vertragen hat. Schon mal mit der Dosierung runtergegangen, weil die Dosierung nicht so gut verträglich war vom Verhalten her. Aber ich habe auch Tiere, die Leberprobleme haben. Ich habe unglaublich alte Tiere, also wo die Besitzer sagen, nein, kein Psychopharmaka vor der Fahrt, die sind ja Herzkrank und Nierenkrank, wo ich immer sage, hm, grade Niere stört es gar nicht auch das Herz mag gar nicht sich so aufregen, wenn die einfach ein bisschen ruhiger sind für die Untersuchung. Auch vom Herzschall zum Beispiel ist es total in Ordnung, da was zu geben, weil das Tier sich nicht so aufregt. Also ich muss sagen, ich finde den chronischen Stress für die Organe wesentlich problematischer als für ein Jahr theoretisch Psychopharmaka zu geben. Und über Einmalgaben vor einer OP, vor einer Untersuchung, vor einer Fahrt da sehe ich 0,0 Probleme für irgendwas.

Larissa: Jetzt ist es so, dass ich Teilnehmer, Teilnehmerinnen habe, die sagen, Mensch, ich habe da mit meinem Tierarzt drüber gesprochen, aber der sagt, hole dir einen zweiten Hund oder keine Ahnung. Eine Lösung, wo wir beide wissen, okay, das wird wahrscheinlich nicht funktionieren. Worauf sollte man achten, wenn man jetzt nicht gerade bei dir landet und man möchte sich an einen Tierarzt wenden, der wirklich dafür geeignet ist und die notwendige Expertise hat, auch mit dem Thema medikamentöse Unterstützung bei Trennungsstress umzugehen. Gibt es da so ein paar Sachen, wo du sagst, hey, achte mal hier drauf, das sollte er an der an am Erfahrungsschatz haben oder Expertise haben, das ist ein ganz gutes Zeichen oder ist es tatsächlich aktuell eher ja eine Glückssache?

Janina: Hm, also das finde ich in Deutschland, ich weiß nicht, wie das in anderen Ländern ist, extrem schwierig, auch mit Hundetrainern. Woran erkenne ich einen guten Hundetrainer? Es gibt ja ganz viele Leute, die Dinge tun und ganz viele Leute sind damit zufrieden. Also da gibt’s in der Humanmedizin ja auch klassische Beispiele. Also nur weil’s viele gut finden, heißt es gar nichts. Ich darf da ja keine Namen nennen, aber auch viele Menschen, die sehr bekannt sind im TV, die es vielleicht gar nicht so gut machen. Also diese Geschichte mit da war aber schon der Hinz und Kunz und das war gut ist kein gutes Qualitätsmerkmal meiner Meinung nach. Also was bei Tierärzten wichtig ist, glaube ich, dass dieser Tierarzt offen ist für Fremdexpertise und auch ganz ehrlich sagen kann, hey, da habe ich keine Erfahrung mit. Und vor allen Dingen ein Tierarzt würde ich sagen, muss immer darauf achten, dass das Tier, die Katze, der Hund, trainerisch mit betreut wird, also dass man, wenn man sagt, das Tier braucht eine Prämedikation, dann aber auch sagt, okay, das Tier braucht aber anscheinend noch mehr Training. Das muss eine Box kennenlernen oder es muss das Autofahren gut finden oder sein Geschirr oder was auch immer. Also dass man immer sagt, okay, Medikamente sind der eine Weg, die andere Seite ist aber das Training, die Unterstützung, die Begleitung und so weiter.

Wenn jemand eine Ausbildung hat in dem Bereich natürlich, also es gibt ja den Fachtierarzt für Verhaltensmedizin oder eben Diplom-Titel in dem Bereich, dann kann man natürlich davon ausgehen, der hat sich jetzt zumindest mal vier, fünf Jahre sehr intensiv damit beschäftigt und sollte diese Expertise haben. Da gibt’s dann natürlich unterschiedliche Leute, die unterschiedliche Meinungen haben, aber die Expertise ist da. Bei Hundetrainern das Gleiche. Wir haben kein gutes Qualitätsmanagement in Deutschland finde ich für diese Geschichten, für ganz viele Geschichten, aber ja. Gerade in dem Bereich, denke ich mir immer so: Die großen Storys, die ich so höre, wo ich eigentlich dann als allerletzte Boot bin, wo ich Sachen ausgleiche, weil wirklich im Training schlimme Dinge passiert sind. Gerade Stichwort positive Strafen. Körperliche Strafen, Gewaltanwendung, psychologisch wie auch körperlich bei Tieren sind ein Riesenthema. Also das wäre schon mal der erste Punkt bei mir – im Training gibt es keine körperlichen Strafen. Und dieses Offensein für das Gespräch, also du kannst nie sagen, wieso, da muss man doch keine Medikamente geben, nie. Und du kannst auch nie sagen, ja da musst du immer Medikamente geben, sondern es ist tatsächlich so eine Geschichte. Da muss jemand das Fachwissen haben. Oder er muss wissen, wo er sich das herholt.

Aber ja insgesamt sollte man, wenn man wirklich einen Verhaltensmediziner sucht, auch zu einem Verhaltensmediziner gehen. Oder einen Trainer fragen und sagen, hey, arbeitest du auch mit einem Mediziner zusammen. Ich würde gerne dein Training zusammen mit einer Verhaltensmedizin machen. Nicht alle Verheimsmediziner sind leider zum Beispiel Hundetrainer. Also ja, man hat schon die die Erlaubnis, das zu tun, aber da finde ich auch, dass es Personen gibt, wo der Schwerpunkt einfach sehr auf der medikamentösen Seite ist und wenig auf der Trainerseite. Ich finde immer dieses Ausgeglichene ist unheimlich wichtig. Ja und dass beides wichtig ist und dass beides gut ist. Ich finde immer oft liest sich das alles so gleich. Also oft sind alle perfekt bei Angsthunden, bei Welpen, also bei allen Problemen, wo ich immer gar nicht so genau weiß, muss man das irgendwie sagen? Also toll, ich sage ganz offen, ich finde die Aggressionsproblematiken total anstrengend. Finde ich ganz schwer mit umzugehen, weil ich auch immer Angst habe vor der Verantwortung, dass jemandem was passieren könnte, dass ein Kind verletzt wird, ein anderer Hund getötet wird. das stresst mich und das ist immer schlecht, wenn man gestresst ist. Das sage ich auch immer ganz ehrlich.

Deswegen bin ich der Meinung, dass auch diese Hunde oft sehr viel besser werden durch eine medikamentöse Therapie. Aber da finde ich’s auch immer toll, wenn man einen Trainer im Boot hat, der sagt, das stresst mich gerade auch einfach gar nicht. Ja, voll mein Thema. Das muss es viel mehr geben, dass Trainer sagen, hey, dich kann ich nicht so engmaschig betreuen, gehe mal zu Larissa, da machst du da das Alleinbleiben. Oder geh da mal zur Feinmedizin, lass uns da mal gucken, ob wir deinen Trainingsplan noch optimieren können. Oder geh da mal zu jemanden, der Assistenzhunde ausbildet. Da hat ja jeder einen Fokus und einen Bereich und ich finde, da muss es mehr Zusammenarbeit geben und mehr Zusammenschluss geben. Man kann sich gegenseitig fortbilden. Man kann gegenseitig ins Gespräch gehen. Man kann sich austauschen. Zweitmeinungen sind kein Schlag ins Gesicht, sondern kann man gemeinsam machen.

Larissa: Da bin ich absolut bei dir. Janina, wir kommen langsam zum Ende der Folge. Gibt es zum Ende was, was du noch den Zuhörern mitgeben möchtest, wenn jetzt jemand einen Hund hat mit Trennungsstress und am überlegen ist, medikamentös zu unterstützen?

Janina: Ich würde gerne eigentlich allen Menschen mit Hunden oder mit Katzen, mitgeben. Es ist nicht das andere Ende der Leine. Es ist ganz häufig gar nicht das andere Ende der Leine. Ich habe so viele Pflegehunde jetzt in den letzten Jahren bei mir gehabt, traumatisierte Hunde, ängstliche Hunde, auch aggressive Hunde. und die haben alle was mitgebracht. Die haben alle schon einen Rucksack gehabt. Die einen Hunde haben einen genetischen Rucksack. Jeder Hund hat einen genetischen Rucksack und einen Verhaltensrucksack. Also es ist tatsächlich so, dass mich dieser Spruch so ein bisschen nervt, weil man den Leuten immer so ein schlechtes Gefühl macht.

Natürlich verstärkt der ein oder andere was falsch, weil er nicht richtig in der Situation reagiert und wenn der Hund bei mir angekommen wäre, wäre das Problem vielleicht nie aufgetreten, weil ich’s vielleicht direkt erkannt hätte, aber es sind ja keine Hundetrainer und keine Verhaltensmediziner, die sich da einen Hund angeschafft haben, sondern es sind vielleicht Familien oder Leute, die selber grad ein Thema haben, die selber ein Problem haben offen bleiben, offen für andere Ansätze, offen bleiben für andere Meinungen. Nicht alles bei sich selber suchen, sich gleichzeitig natürlich eingestehen, dass man trainieren muss und dass man fleißig sein muss. Gewalt ist nie eine Lösung für kein Problem. Jeder, der das rät, Gewalt auszuüben und dem Tier oder dem Lebewesen Angst zu machen, ist immer falsch, auch wenn man falsch ja nicht so sagen darf. Und ich glaube einfach mal durchatmen. Durchatmen, gucken, wo man sich Hilfe holen kann und dann einen Plan macht. Nicht aufgeben. Wir beide wissen, wie es ist mit einem Hund, der nicht allein bleibt und das ist einfach die Hölle auf Erden.

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